Starke Engländerin fordert deutsche Steherelite heraus

Mit dem 77. Silbernen Band der Ruhr findet am Mittwoch ab 13.30 Uhr auf der Raffelberger Galopprennbahn ein weiterer Höhepunkt im Mülheimer Turfkalender statt: Im mit 4.000 Meter Renndistanz längsten deutschen Flachrennen ist Internationalität in diesem Jahr Trumpf. Pferde aus England, Tschechien und der Schweiz kommen in Mülheim an den Start. Es geht um 25.000 Euro Preisgeld (davon 14.000 Euro für den Sieger).

14 Pferde sind in diesem internationalen Listenrennen (8. Rennen, 17.35 Uhr) startberechtigt, darunter mit All for Rome (Trainer Jean-Pierre Carvalho / Jockey Lukas Delozier) und Kenny (Trainer Marian Falk Weißmeier / Jockey Koen Clijmans) auch zwei Galopper aus Mülheimer Ställen. Die englische Gaststute Lismore aus dem englischen Quartier von Trainer Sir Mark Prescott (Newmarket) will mit Jockey Luke Morris den Sieg auf die Insel entführen.

Mit Khan (Trainer Henk Grewe / Jockey Clement Lecoeuvre) kommt ebenso der Vorjahreszweite als weiteres Pferd mit Chancen an den Start. Henk Grewe sattelt mit New Harzburg (Sibylle Vogt) und Night Fever (Mirko Sanna) allerdings noch zwei weitere Kandidaten, die um den Sieg mitmischen können. Vielleicht bekommt auch Perfect Pitch ein perfektes Rennen von Jockeay Maxim Pecheur serviert. Bohumil Nedorostek trainiert die Steherin in Hannover. Aus Avenches reist Trainerin Claudia Erni mit Vernasca in die Ruhr-Metropole. Jockey Olivier Placais sitzt im Sattel des Schweizer Gastes, der durchaus eine Rolle spielen kann.

Insgesamt finden neun Leistungsprüfungen rund um den Tradtionstitel „Silbernes Band der Ruhr“ statt. Im Rahmenprogramm rückt der Jahrgang 2018 ebenso in die Startboxen ein wie die Dreijährigen. Ein kopfstarkes Feld kommt auch in einem Lauf zur Sport Welt-Talent-Trophy, dem Preis vom Raffelberger Hof, an den Start. Hier sorgen 15 Amateure und ihre Pferde für Spannung bis zur Ziellinie. Im RaceBets-Rennen (7. Rennen, 17.05 Uhr) kommt zudem die Viererwette mit garantierten 10.000 Euro Gewinnausschüttung zur Austragung. Interessant ist auch die 6. Tagesprüfung (16.30 Uhr). Im Preis von Wettstar.de kommen fünf der sieben Startpferde nämlich aus Mülheim, fast eine Stadtmeisterschaft sozusagen. Wie überhaupt der Anteil der heimischen Pferde bemerkenswert ist:

18 von 106 gemeldeten Galopper kommen an diesem Nachmittag (erster Start: 14.00 Uhr) aus heimischen Quartieren, darunter Axel Kleinkorres, Marcel Weiß und Marian Falk Weißmeier mit jeweils vier Startern. Dazu sind Yasmin Almenräder (2), Jean-Pierre Carvalho (1), Bruce Hellier (1), Pascal Werning (1) und Julia Römich mit einem Starter vertreten.

(14.10.2020)