Mülheimer Top-Hengst Torquator Tasso gegen sechs Asse im Grand Prix

Deutschlands bester Galopper mit Heimspiel im Großen Preis der rp Gruppe

Mit internationalem Galopprennsport der Extraklasse wartet der Rennclub Mülheim beim bisher größten Renntag des Jahres am Sonntag auf. Neben dem Großen Preis der rp Gruppe sind auch das Wettstar.de Diana-Trial und der RaceBets.de-Sprintpreis weitere Highlights. Erstmals seit über einem Jahr sind 500 Zuschauer zugelassen, die sich über die Internetseite des Veranstalters angemeldet haben, feste Sitzplätze inklusive. Zwölf Prüfungen finden am Raffelberg statt. Der erste Start erfolgt um 11.20 Uhr, das finale Rennen um 17.10 Uhr, wobei die ersten fünf Prüfungen auch ins benachbarte Frankreich (PMU) übertragen werden. Bei diesem von Baden-Baden übernommenen Renntag findet erstmals seit 2003 wieder ein hochkarätiges Grand Prix-Rennen in Mülheim statt. Live dabei sein können die Galoppsportfreunde auf der Internetseite des Veranstalters unter www.rennclub-muelheim.de oder auf dem Youtube-Kanal des Verbandes Deutscher Galopp.

Torquator Tasso mit Höchstgewicht der Favorit

Es ist nicht nur der erste Höhepunkt im Mülheimer Turfkalender, sondern auch der Saisoneinstand des Jahres. Im Großen Preis der rp Gruppe (ex Großer Preis der Badischen Wirtschaft), dem sportlichen Höhepunkt des Tages (8. Rennen, 15.00 Uhr), startet mit dem vor Ort stationierten Torquator Tasso Deutschland bestes Rennpferd in seine Grand Prix-Saison. Es geht um 50.000 Euro Preisgeld auf der 2.200 Meter-Strecke dieser Gruppe 2-Prüfung, einem der traditionsreichsten Galopprennen im Lande. Torquator Tasso hat top überwintert, ist gut auf dem Posten. Aber es wird nicht leicht, zumal er wegen seiner Vorjahreserfolge 3 Kilo Gewicht mehr tragen muss als die Konkurrenz, kommentiert sein Mülheimer Trainer Marcel Weiß in Erwartung eines spannungsgeladenen Wettkampfs. Der Franzose Lukas Delozier, mit dem der Hengst des Gestüts Auenquelle im vergangenen Jahr den Großen Preis von Berlin, Gruppe 1, gewann, sitzt auch diesmal als Steuermann im Sattel des Klassepferdes.

Dessen Hauptgegner Nerium (Trainer Peter Schiergen / Jockey Bauyrzhan Murzabayev) und der Derby-Dritte Kaspar (Trainer Markus Klug / Jockey Adrie de Vries) haben bereits Starts in der aktuellen Saison absolviert. Sicher ein Vorteil. Das gilt ebenso für Henk Grewes Adrian (Michael Cadeddu), der wie Torquator Tasso in den Farben des Gestüts Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke und Peter Michael Endres antritt. Ein weiterer interessanter Gegner reist mit Grocer Jack (René Piechulek) an den Raffelberg. Der Schützling des Kölner Trainers Waldemar Hickst kommt mit der Empfehlung eines Mailänder Sieges im prestigeträchtigen Premio Ambrosiano an den Start. Die weiteste Anreise hat allerdings der französische Gast Noble Music (Antonio Orani). Die von Jerome Reynier trainierte Fünfjährige reist aus Marseille im Südosten Frankreichs an, mehr als 1.000 Kilometer von Mülheim entfernt. Only the Brave (Martin Seidl) gilt als Außenseiter im siebenköpfigen Klassefeld, in dem englische Pferde aus Pandemiegründen leider fehlen.

Wettstar.de Diana-Trial und RaceBets.de Sprint-Preis sind weitere Höhepunkte

Proben für den Preis der Diana, Deutsches Stutenderby, heißt das Motto im mit 20.000 Euro dotierten Wettstar. de Diana-Trial (3. Rennen, 12.20 Uhr), einer Listenprüfung über 2.000 Meter. Elf dreijährige Ladies nehmen die Herausforderung an. Mit Marlar kommt die Favoritin aus Köln, der Ritt von Jockey-Altmeister Andreas Helfenbein. Interessante Herausforderinnen haben keine weite Anreise. Mit den Mülheimer Stuten Milka, Rock my Life und der Ittlingerin Dayala ist die heimische Trainingszentrale bestens aufgestellt. Auch hier steht die Französin Quickstep für die internationale Note. Die sorgt auch im Racebets.de Sprint Preis (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.400m, 7.R. 14.30 Uhr) für starke Konkurrenz. Der Franzose Manjeer unter Adrie de Vries reist auch dem Chantilly-Quartier von Carina Fey an und sollte das Maß aller Dinge sein.

Zwei Viererwetten mit jeweils 12.000 Euro und 10.000 Euro Garantieauszahlung

Besonders der Pferdewetten.de-Preis mit der beliebten Viererwette (3. Rennen, 13.55 Uhr, Ausgleich II) über 1.300 Meter und garantierten 12.000 Euro Gewinnausschüttung lädt zum Wetten ein. Die Mülheimer Stute Reine des fleurs (Trainer Marcel Weiß / Jockey Bauyrzhan Murzabayev sollte gute Chancen haben, ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten in diesem Handicap-Rätsel mit 13 Teilnehmern. Auch im Preis vom Biergarten am Raffelberger Hof (12. R., 17:10 Uhr) werden 10.000 Euro ausgeschüttet. Hier bietet sich Monroe (Anna van den Troost) aus dem Stall von Trainerin Yasmin Almenräder an. 15 Pferde starten in diesem Ausgleich IV.

Mülheimer Galopper im Angriffsmodus – großes Aufgebot der heimischen Ställe

Rekordverdächtige 130 Pferde starten in den 12 Prüfungen. Dabei bieten die Mülheimer Trainerinnen und Trainer eine Vielzahl von chancenreichen Kandidaten beim Kampf um Preisgelder und Ehrenpreise auf. Nicht weniger als 27 Galopper kommen dabei aus heimischen Ställen. An der Spitze sattelt Diana-Stall-Trainer Marcel Weiß mit 8 Pferden das größte Kontingent. Ebenso vertreten sind Axel Kleinkorres und Yasmin Almenräder mit jeweils 5 Startern. Aber auch Jean-Pierre Carvalho (3), Marian Falk Weißmeier (3), Helga Hobitz (2), und Altmeister Bruce Hellier (1) sind vertreten.

(02.06.2021)